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Formen der Schuppenflechte
Die Schuppenflechte ist eine der häufigsten chronischen Hauterkrankungen. Männer und Frauen erkranken etwa gleich häufig daran. Ca. 70% der Psoriasis-Betroffenen leidet am Typ-1 oder Frühtyp der Schuppenflechte, der vor dem 30. Lebensjahr auftritt, dessen Häufigkeitsgipfel im 16. Lebensjahr bei Frauen und im 21. Lebensjahr bei Männern liegt. Der seltenere Typ-2, auch Spättyp der Schuppenflechte genannt, tritt hingegen nach dem 40. Lebensjahr auf, mit einem Erkrankungsgipfel um das 58. Lebensjahr. Die Schuppenflechte ist nicht ansteckend. Die Ursachen sind vielfältig!
Nach den typischen Beschwerden werden drei Hauptformen der Psoriasis unterschieden: Psoriasis vulgaris, Psoriasis pustulosa und Psoriasis-Arthritis. Ein Psoriasis-Betroffener kann zur gleichen Zeit mehrere Formen der Psoriasis aufweisen, sogar unterschiedliche Formen in verschiedenen Lebensabschnitten ausbilden.
Psoriasis vulgaris
Die gewöhnliche Schuppenflechte – Psoriasis vulgaris macht etwa 85 Prozent aller Psoriasisfälle aus. Die zuerst kleineren, später bis handtellergroßen entzündlich geröteten Herde (Plaques) treten in erster Linie an Kopf, Ellenbogen und Kniescheiben auf. Weiters sind häufig Gesäß, Brust und Rücken betroffen. Die Plaques schuppen kontinuierlich. Etwa die Hälfte der Betroffenen klagt über Juckreiz.
Der Verlauf und die Ausprägung der Erkrankung an Schuppenflechte sind individuell sehr unterschiedlich. Während leichte Fälle der Psoriasis kaum zu sehen sind, leiden andere unter häufigen Schüben mit hoher Krankheitsaktivität. In den schweren Fällen können bis zu 80 Prozent des Körpers von Plaques bedeckt sein. Bei etwa der Hälfte der Fälle sind die Nägel befallen. Der Befall reicht von leichten Eindellungen und Verfärbungen (Ölfleck- und Tüpfelnägel) bis hin zur vollständigen Nagelzerstörung.
Innerhalb der Psoriasis vulgaris unterscheidet man:
Plaque-Typ: Häufigste Form der Psoriasis. Die Plaques sind mindestens münzgroß. Bei schwerer Verlaufsform der Schuppenflechte zeigt sich ein großflächiger Befall auch von Brust, Rücken, Armen und Beinen. Die Heilung findet meist nur unvollständig statt
Guttata-Typ: Hier kommt es zu einem plötzlichen Auftreten sehr kleiner, stecknadelkopf- bis Cent - großer Plaques vor allem im Gesicht, auf der Brust und am Rücken. Wird häufig bei Kindern und jungen Erwachsenen, oft durch Streptokokkeninfektion ausgelöst
Psoriasis pustulosa
Die Psoriasis pustulosa macht weniger als fünf Prozent der Fälle von Schuppenflechte aus und betrifft häufiger Frauen Auf den geröteten Hautstellen, in der Regel Fußsohlen und Handinnenflächen - Psoriasis palmoplantaris (Psoriasis pustulosa Typ Königsbeck-Barber) - entstehen keimfreie (sterile) Eiterplaques. Dadurch ist für die Psoriasis-Betroffenen das Laufen schmerzhaft und Arbeiten mit den Händen können oft nicht mehr verrichtet werden.
Breitet sich die Psoriasis pustulosa in schweren Fällen auf den gesamten Körper aus - Psoriasis pustulosa generalisata (Psoriasis pustulosa Typ Zumbusch) – ist bei dieser sehr seltenen Krankheit die Haut großflächig entzündet und von Plaques übersät. Meist treten auch Fieber, Abgeschlagenheit und ein schweres Krankheitsgefühl auf. Diese Psoriasisform kann die Hautfunktion schwer schädigen und lebensbedrohlich sein.
Psoriasis-Arthritis
Eine rheumatische Form der Psoriasis ist die Psoriasis-Arthritis (Psoriasis arthropathica) bei der die Gelenke befallen werden. Zwischen fünf und zehn Prozent der Psoriatiker leiden darunter. Schmerzhafte Schwellungen und Bewegungseinschränkungen der betroffenen Gelenke sind die Auswirkungen. Sehr häufig sind gleichzeitig die Nägel, oftmals auch die Augen (Bindehaut oder Iris) befallen.
Bei dem distalen (körperfernen) Typ der Psoriasis-Arthritis kommt es zu asymmetrischen Schwellungen der Zehen- oder Fingergelenke. Bei etwa ¼ der Betroffenen, zumeist Frauen, sind die größeren Gelenke vom Schlüsselbein bis zum Sprunggelenk symmetrisch betroffen.
Ungefähr ebenso häufig ist der zentrale Typ, der in erster Linie Wirbelsäule und Kreuzbein-Darmbein-Gelenke (Ileosakralgelenke) befällt. Dieser Psoriasis-Typ ist häufiger bei Männern anzutreffen.
Die schwerste Verlaufsform der Psoriasis-Arthritis, der mutilierende (zerstörende) Typ, schädigt vor allem die kleinen Gelenke an Finger, Händen, Zehen und Füßen, aber auch an den Wirbeln stark. Bei ca. jedem vierten bis fünften Betroffenen mit Psoriasis-Arthritis verläuft die Erkrankung auf diese Weise. Es drohen bleibende Schäden an den Finger- und Zehengelenken. Durch eine frühzeitige Therapie der Schuppenflechte können spätere Behinderungen jedoch meist vermieden werden.
Ursachen der Schuppenflechte (Psoriasis)
Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine so genannte multifaktoriell bedingte Erkrankung. Die Ursachen sind einerseits in der genetische Veranlagung zu suchen, andererseits bricht die Erkrankung an Schuppenflechte erst durch das Zusammenspiel einer Reihe auslösender Ursachen, so genannter Risikofaktoren aus.
Ungefähr 30 bis 40 Prozent der Psoriasis-Betroffenen haben Verwandte, die ebenfalls an Schuppenflechte erkrankt sind. Genetische Studien weisen darauf hin, dass die Erkrankung häufiger über den Vater weitergegeben wird. Neben krankheitsfördernden Genen, scheint es jedoch auch schützende Gene zu geben.
Zusätzlich zu der genetischen Veranlagung, gibt es eine Reihe von Ursachen, die als Auslöser bzw. Risikofaktoren gelten und zu einem Ausbruch oder einer Verschlechterung der Erkrankung beitragen. Zu den Ursachen zählen: Rauchen, bestimmte Medikamente, wie Betablocker, ACE-Hemmer, Lithium-Salze, Antimalariamittel, Interferone, Tetracycline, Terbinafin und NSAIDs. Weitere Ursachen sind unspezifische Reize, wie Verletzungen, Reibung, Operationen, Sonnenbrände oder ähnliches. Auch Übergewicht, Alkoholmissbrauch sowie emotionaler Stress können eine Psoriasis verursachen und verschlechtern.
Möglicherweise sind bei der Verursachung der Psoriasis auch Infektionen beteiligt. Nach Streptokokkeninfektionen wie eitriger Angina oder Mittelohrentzündung kommt es häufig zu einem Psoriasisschub.
Auch andere Haut- und Allgemeininfektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze können den Ausbruch der Psoriasis verursachen und vermögen Schübe zu provozieren, wobei die genauen Krankheitsmechanismen noch nicht geklärt sind.
Die meisten Formen der Schuppenflechte (Psoriasis) sprechen sehr gut auf die Behandlung mit Heilerde an Heilerde leistet bei der Behandlung der Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris und Psoriasis pustulosa) zusätzlich zu anderen Therapieformen wertvolle Dienste. Es ist ein natürliches Mittel und die positiven Wirkungen werden in der Literatur schon seit vielen Jahrzehnten beschrieben.
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