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Gutachten für dermatologische Zwecke
Balneomedizinisches Gutachten für dermatologische Zwecke

MEDIZINISCHE UNIVERSITÄT WIEN

ZENTRUM FÜR PHYSIOLOGIE UND PATHOPHYSIOLOGIE A.UNIV.PROF DR.W.MARKTL


Balneomedizinische Stellungnahme zur Anwendung des Produktes „fangocur“ aus dem Gossendorfer Bentonit für dermatologische Zwecke

Die Firma fangocur GmbH in A-8350 Fehring, Brunn 105 b strebt den Einsatz von zwei Produkten aus dem Gossendorfer Bentonit als Versandprodukt eines natürlichen ortsgebundenen Heilvorkommens gern. § 17 des Stmk. Heilvorkommen - und Kurortgesetzes an. Diese beiden Produkte tragen die Bezeichnung „fangocur-Peloidpackung" und „fangocur-Peloidmaske". Die Produkte enthalten 30-35% Gossendorfer Fango, 60-65% Wasser und 5% ätherische Öle. Für den Einsatz dieser Produkte und die Erstellung der Indikationen muss lt. dem oa . Heilvorkommen - und Kurortegesetz eine balneomedizinische Beurteilung vorgelegt werden.

 

Grundlagen der balneologischen Dermatologie

Die dermatologischen Erkrankungen stellen keine Hauptindikationen für die Anwendung natürlicher ortsgebundener Hellvorkommen dar. Angesichts der Tatsache, dass Heilwässer und Peloide ihren Angriffspunkt an der Haut haben und im Hautorgannachweisliche Wirkungen ausüben, erscheint jedoch die Frage nach dermatologischen Indikationen von Heilwässern und Peloiden nicht unberechtigt. In der Tat existieren auch einige Indikationen für dermatologische Erkrankungen für bestimmte Heilwässer. Die für die Heilwirkung bei dermatologischen Erkrankungen verantwortlichen Faktoren hängen mit bestimmten chemischen Inhaltsstoffen in den Heilvorkommen zusammen. Diese Feststellung gilt auch für die Peloide, bei denen bezüglich ihrer sonstigen Einsatzbereiche die thermophysikalischen und nicht die chemischen Eigenschaften wesentlicher sind. Bei dermatologischen Erkrankungen werden jedoch die Peloide mit Zimmertemperatur zur Anwendung gebracht und nicht mit höheren Temperaturen. Aus diesem Grund, spielen Faktoren wie Wärmehaltung und Wärmeleitung bei den dermatologischen Anwendungen keine Rolle.

Aus der Anwendung von Heilwässern bei dermatologischen Erkrankungen ist bekannt, dass von einigen Elementen und chemischen Verbindungen in den Wässern bestimmte Wirkungen ausgehen, welche die Grundlage der dermatologischen Indikationen sind. Beispiele dafür sind dreiwertiges Eisen das adstringierend wirkt und wie auch Calcium oder andere mehrwertige Kationen Entquellungsvorgänge fördert. Bekannt und beschrieben sind auch keratolytische Wirkungen von zweiwertigen Schwefelverbindungen im Heilwasser. In Heilwässern, besonders aber in Heilerden wie dein Bentonit kommen auch Silikate vor, für die ein Einfluss auf die Haut wiederholt beschrieben wurde. Für den Gossendorfer Bentonit liegt eine Kontrollanalyse des Instituts für Chemie, Bereich Analytische Chemie der Karl Franzens Universität Graz aus dem Jahre 2003 vor. Aus dieser Kontrollanalyse geht hervor, dass Silikate mit über 60% den größten Anteil der Inhaltsstoffe stellen, dass im Gossendorfer Peloid aber auch noch dreiwertige Eisenverbindungen. Aluminiumoxid und zweiwertige Schwefelverbindungen in relevanten Konzentrationen vorhanden sind. Es kann daher festgehalten werden, dass die für dermatologische Wirkungen relevanten chemischen Verbindungen im Gossendorfer Bentonit vorhanden sind. Schließlich können auch noch die sorptiven Eigenschaften des Peloids eine modifizierende Rolle, bei der Anwendung auf die Haut spielen. Durch diese Eigenschaften können bestimmte Substanzen aus der Haut in das Peloid gelangen was bei bestimmten Hauterkrankungen als erwünschter Effekt angesehen wird. Es muss allerdings festgehalten werden, dass die sorptiven Eigenschaften der organischen Peloide ausgeprägter sind als jene der anorganischen Peloide, weil diese Wirkungen auf dem Vorhandensein von kolloidalen Substanzen beruhen. Solche Substanzen sind die Huminsäuren, die zwar in Torfen reichlich vorhanden sind, in Heilerden aber nur in geringen Mengen nachweisbar sind.

 

Indikationen

Auch im Hinblick auf die dermatologische Balneotherapie muss festgehalten werden, dass systematische wissenschaftliche Studie dazu in nur sehr geringer Zahl vorhanden sind. Diese Aussage trifft besonders für die anorganischen Peloide zu. Der Einsatz dieser Heilvorkommen bei dermatologischen Erkrankungen beruht daher ganz wesentlich auf einer empirischen Basis. Dies trifft auch für das zur Beurteilung vorliegende Peloid zu. Die Anwendungen von natürlichen ortsgebundenen Heilvorkommen beruht an sich zu einem nicht unbeträchtlichen Teil auf kurärztlicher Empirie weswegen die Einbeziehung der Empirie bei der Indikationserstellung für das vorliegende Peloid keine Ausnahme darstellt. In den für das gegenständliche Gutachten vorhandenen Unterlagen wird darauf hingewiesen, dass mit dem Gossendorfer Bentonit bereits Testanwendungen stattgefunden haben, deren Ergebnisse die Grundlage der Formulierung bestimmter Indikationen darstellen. Die auf dieser Grundlage aufgelisteten Erkrankungen sind:

- Neurodermitis

- Säuglingsdermatitis und Babyakne

- Akne

- Cellulite

- Schuppenflechte

- Furunkel

- Ekzeme

- Narbenheilung


Für die meisten dieser Erkrankungen liegen Erfahrungen mit anderen Peloiden vor, sie können daher auf dieser Basis als Heilanzeigen für die "fangocur"-Produkte anerkannt werden. Bezüglich der Cellulite wird in den Unterlagen auf ein bereits vorhandenes Gutachten verwiesen, welches allerdings für die Verfassung des vorliegenden Gutachtens nicht zur Verfügung stand. Dies stellt jedoch nach Ansicht des Verfassers des vorliegenden balneomedizinischen Gutachtens kein Problem dar, weil es sich bei Cellulite nicht um eine Krankheit, sondern eher um ein kosmetisches Problem handelt, für welches eine Indikationserstellung nicht als zwingend erscheint. Eine ähnliche Aussage trifft auch für die in der Liste aufscheinenden Zustände unreine Haut, Mitesser und fettige Haut zu. Kontraindikationen für externe Anwendungen eines Peloids mit Zimmertemperatur sind nicht bekannt da die Kontraindikationen für Peloidanwendungen eigentlich nur durch die sonst übliche hohe Anwendungstemperatur begründet sind.


Abschließend muss festgehalten werden, dass die Beimischung ätherischer Öle zum Produkt "fangocur" zu keiner Beeinflussung' der dermatologischen Wirkungen führt. Die bereits auch in der Kontrollanalyse aus dem Jahre 2003 attestierte mikrobiologische und toxikologische Unbedenklichkeit kann auch aus balneomedizinischer Sicht bestätigt werden.

 

Haltbarkeit der Produkte "fangocur" Peloidkur und "fangocur"-Peloidpackung

Gemäß dem Steiermärkischen Heilvorkommen  - und Kurortegesetz müssen bei Versandprodukten von natürlichen ortsgebundenen Heilvorkommen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:


-      die Gewährleistung der Versand- und Lagerfähigkeit des Produktes

-      die Konstanz der physikalischen und chemischen Eigenschaften des Produktes während der Lagerung

-      eine technisch und hygienisch einwandfreie Aufbereitung des Produktes


Die letzterwähnte Anforderung stellt gewissermaßen eine Vorbedingung für die beiden ersterwähnten Voraussetzungen dar, weil eine Gewährleistung der Versand - und Lagerfähigkeit sowie die Konstanz der physikalischen und chemischen Eigenschaften zwar nicht ausschließlich jedoch in einem beträchtlichen Ausmaß von der sachgerechten Aufbereitung abhängt.                                                                                                                                                      


Beim Gossendorfer Bentonit handelt es sich, wie auch in den bisherigen Gutachten schon angeführt, um ein anorganisches Peloid. Peloide dieser Art weisen an sich eine sehr gute Haltbarkeit auf, weil nur organische Materialien in dieser Hinsicht mögliche Probleme bereiten können. Die Aufbereitung des Gossendorfer Bentonits erfolgt technisch und hygienisch einwandfrei, was u.a. schon dadurch gewährleistet ist, weil es sich, beim Bentonit um ein bereits genütztes Heilvorkommen handelt und deshalb die Aufbereitung ohnehin bereits sanitätsbehördlich kontrolliert wird. Anorganische Peloide weisen eine ausgezeichnete Versand- und Lagerfähigkeit auf, was auch die Konstanz der physikalischen und chemischen Eigenschaften einschließt.


Es kann somit zusammenfassend festgestellt werden, dass die vom Steiermärkischen Heilvorkommen- und Kurortegesetz geforderten Bedingungen im Hinblick auf die Versand-und Lagerfähigkeit, die Konstanz der physikalischen und chemischen Eigenschaften und hinsichtlich der Aufbereitung im vorliegenden Fall erfüllt werden.

 

Wien, 26.7. 2006

Ao.Univ.Prof.Dr.W.Marktl

 


 
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